Fagott
Ein Instrument, zu dem ich immer wieder zurückkehre.
01 — DAS ISNTRUMENT
Ein eigenwilliges Instrument. Und ein erstaunlich ausdrucksstarkes.
Das Fagott ist ein Instrument voller Widersprüche.
Es kann rau, zerbrechlich, komisch, dunkel, lyrisch und überraschend kraftvoll klingen – manchmal innerhalb einer einzigen musikalischen Phrase.
Was das Fagott so faszinierend macht, ist das Zusammenspiel seiner Bauweise, seiner Akustik und des Menschen, der es spielt. Schon kleine Veränderungen können überraschend große Auswirkungen haben.
Auf die Details kommt es an.
Ein großer Teil des Fagottspiels besteht darin, zu lernen, diese Details wahrzunehmen.
02 — KLANG
Was macht den unverwechselbaren Klang des Fagotts aus?
01
Farbe
Das Fagott verfügt über eine außergewöhnlich große Vielfalt an Klangfarben. Sie zu entdecken, macht einen Teil der Faszination dieses Instruments aus.
02
Klangprojektion
Ein Klang muss nicht nur aus der Nähe überzeugen, sondern auch im Raum tragen und sich im Orchester behaupten.
03
Flexibility
Different musical situations require different kinds of sound — without losing the identity of the instrument.
04
Listening
The sound we imagine and the sound that actually reaches the listener are not always the same.
03 — ROHRBAU
Ein kleines Stück Schilfrohr. Mit erstaunlich großer Wirkung.
Am Rohr kommen der Spieler und das Instrument am unmittelbarsten miteinander in Kontakt.
Sein Widerstand, seine Ansprache, seine Stabilität und seine Klangfarbe beeinflussen nahezu alles, was beim Spielen folgt.
Auch nach vielen Jahren des Rohrbaus und des Spielens fasziniert mich immer noch, wie viele Informationen in einem so kleinen Stück Material stecken. Ein Rohr ist niemals nur ein einzelnes Bauteil – es ist Teil eines Systems, das sich ständig verändert.
Bauen, Spielen, Beobachten.
Je besser wir verstehen, wie ein Rohr funktioniert, desto gezielter können wir damit arbeiten.
04 — EIN PROJEKT IN ENTWICKLUNG
ReedID
Ich entwickle ReedID, um Fagottrohre über längere Zeit hinweg zu dokumentieren, eindeutig zu identifizieren und aus den gesammelten Erfahrungen zu lernen.
Die Idee ist einfach: Jedes einzelne Rohr soll nachvollziehbar werden, Beobachtungen sollen mit tatsächlichen Spielerfahrungen verknüpft werden und so zu einem besseren Verständnis dafür beitragen, was ein gut funktionierendes Rohr ausmacht.
05 — ORCHESTERSPIEL
Das Fagott im Orchester.
Ein Orchesterinstrument zu spielen bedeutet, ständig die Perspektive zu wechseln.
Manchmal muss sich das Fagott in den Gesamtklang einfügen. Manchmal übernimmt es die melodische Führung. Und manchmal verändert ein einziger Ton den Charakter einer ganzen Passage.
Orchesterspiel bedeutet, ständig aufeinander zu hören und ein Gespür für Timing, Balance und Klangfarben zu entwickeln. Das Instrument erklingt dabei niemals für sich allein.
Der Zusammenhang verändert alles.
Dasselbe Instrument kann von einem Takt zum nächsten völlig unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
06 — DAS HANDWERK
Es gibt immer noch etwas zu entdecken.
Professionelles Musizieren wirft immer wieder kleine Fragen auf.
01
INSTRUMENT
Wie spricht dieses Fagott heute an?
02
ROHR
Was ermöglicht das Rohr – und wo setzt es Grenzen?
03
RAUM
Wie entfaltet sich der Klang in dieser Akustik?
04
MUSIK
Was braucht diese musikalische Phrase wirklich?
05
CONTEXT
Was verändert sich, wenn dieselbe Passage mit einem anderen Dirigenten, einem anderen Orchester oder einem anderen Instrument gespielt wird?
07 — RESSOURCEN
Dinge, die sich bewährt haben.
Eine stetig wachsende Sammlung praktischer Materialien, weiterführender Quellen und Dinge, die sich für mich über die Jahre als hilfreich erwiesen haben.
01
GRIFFTABELLEN
Grifftabellen und weiterführende Informationen zu Fagottgriffen.
02
ROHRE
Rohrbau, das Anpassen von Rohren und die Überlegungen hinter meiner eigenen Herangehensweise.
03
ORCHESTERSTELLEN
Material zur Vorbereitung und zum Studium wichtiger Orchesterstellen.
04
AUFNAHMEN
Aufnahmen und Aufführungen, die es wert sind, immer wieder gehört zu werden.
05
WERKZEUGE & REFERENZEN
Werkzeuge, Materialien und Notenausgaben, die zu einem festen Bestandteil meiner Arbeit geworden sind.