MORITZ WINKER

BIOGRAFIE

Moritz
Winker.

Solofagottist
Bayerisches Staatsorchester
München

Porträt von Moritz Winker in einem weißen T-Shirt

Die Musik stand immer
im Mittelpunkt
der Arbeit.

Für Moritz Winker sind Orchesterspiel, Unterricht und eine anhaltende Neugier auf das Fagott eng miteinander verbunden. Seit 2009 bildet die Bayerische Staatsoper den Mittelpunkt seines Berufslebens — einen Ort, geprägt von Oper, sinfonischem Repertoire und der besonderen Intensität des gemeinsamen Musizierens Abend für Abend.

AUSFÜHRLICHE BIOGRAFIE

Moritz Winker ist Solofagottist des Bayerischen Staatsorchesters an der Bayerischen Staatsoper in München, eine Position, die er seit 2009 innehat. Im Mittelpunkt seiner musikalischen Arbeit steht das Opernhaus, wo Orchesterspiel, Kammermusik und Bühne täglich zusammenkommen. Dieses Umfeld hat über die Jahre eine Spielweise geprägt, die Präzision und Flexibilität mit einem besonderen Interesse an Klang, Atmung und körperlicher Leichtigkeit beim Musizieren verbindet.

Moritz Winker wurde 1984 in Tübingen geboren und begann im Alter von sieben Jahren mit dem Fagottspiel. Nach seinem Umzug nach Erfurt setzte er dort seine musikalische Ausbildung fort und erhielt mehrere Bundespreise bei Jugend musiziert. Als junger Musiker wurde er Mitglied des Bundesjugendorchesters und später Solofagottist der Jungen Deutschen Philharmonie. Weitere prägende Orchestererfahrungen führten ihn zum Pacific Music Festival in Sapporo, zum Zermatt Festival und zum Schleswig-Holstein Musik Festival. Zudem war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Winker studierte Fagott bei Albrecht Holder an der Hochschule für Musik Würzburg, zunächst als Jungstudent und später im Vollstudium. Von 2007 bis 2009 war er Mitglied der Orchesterakademie der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Es folgten Gastengagements als Solofagottist bei der Deutschen Radio Philharmonie und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, bevor er 2009 als Solofagottist an die Bayerische Staatsoper wechselte.

Neben seiner Tätigkeit im Opernorchester war Winker in zahlreichen sinfonischen und solistischen Projekten zu erleben. Als Solist trat er mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kent Nagano auf; 2024 spielte er gemeinsam mit der Klarinettistin Nicola Hattwig Richard Strauss’ Concertino mit den Münchner Symphonikern unter Joseph Bastian. Zu seiner Orchesterarbeit gehören außerdem regelmäßige Gastauftritte als Solofagottist bei den Münchner Philharmonikern sowie Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, darunter 2024 Tschaikowskis Fünfte Sinfonie unter Franz Welser-Möst.

Winker schloss sein Diplom an der Hochschule für Musik Würzburg mit Auszeichnung ab. Für diese Leistung erhielt er 2013 den Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunsthochschulen. 2015 absolvierte er anschließend die Meisterklasse im Fach Fagott bei Albrecht Holder.

Seit 2019 bildet die Lehre einen zweiten Schwerpunkt seiner beruflichen Arbeit. Winker unterrichtet Fagott an der Hochschule für Musik Würzburg und kehrte damit als Lehrender an die Institution zurück, an der er selbst studiert hatte. Über Würzburg hinaus gab er Meisterkurse, unter anderem 2020 an der Manhattan School of Music in New York, 2026 an der Hochschule für Musik Dresden und 2026 in São Paulo. Die Verbindung von Musizieren und Unterrichten steht im Zentrum seiner Arbeit: Erfahrungen aus Orchestergraben und Konzertsaal führen unmittelbar zu Fragen nach Klang, Technik, Atmung und Vorbereitung.

Im Mittelpunkt seines Spiels wie seines Unterrichts steht das Interesse, komplexe Abläufe natürlich werden zu lassen. Technik ist für Winker kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zu größerer Freiheit in Klang, Phrasierung und musikalischer Kommunikation. Seine Arbeit mit Studierenden reicht daher von den Grundlagen der Atmung und Klangerzeugung über Orchesterrepertoire und Rohrbau bis zu den besonderen körperlichen und psychischen Anforderungen von Probespielen und professionellem Orchesterspiel.

Aufführungspraxis und Unterricht bleiben in seiner Arbeit eng verbunden: Das Orchester ist ein tägliches Labor für Zuhören, Reagieren und Anpassen, während der Unterricht Gelegenheit bietet, diese Vorgänge genauer zu untersuchen. Beides folgt derselben grundlegenden Neugier — wie ein Instrument funktioniert, wie ein Musiker mit ihm arbeitet und wie ein tieferes Verständnis schließlich zu größerer musikalischer Freiheit führen kann.

AUSGEWÄHLTE STATIONEN

Einige Stationen
des Weges.

Technik ist kein Selbstzweck. Sie schafft die Freiheit, zuzuhören, zu reagieren und musikalische Entscheidungen zu treffen.

01

2001

Jungstudium · Albrecht Holder · Würzburg

02

2007–09

Orchesterakademie · Staatsoper Unter den Linden · Berlin

03

seit 2009

Solofagottist · Bayerisches Staatsorchester

04

2012

Solist · Bayerisches Staatsorchester · Kent Nagano

05

2013

Kulturpreis Bayern

06

2015

Meisterklasse · Hochschule für Musik Würzburg

06

2019

Fagottklasse · Hochschule für Musik Würzburg

06

2020

Meisterkurs · Manhattan School of Music · New York

06

2024

Strauss · Concertino · Münchner Symphoniker

06

2026

Meisterkurse · Dresden · São Paulo

MUSIK & UNTERRICHT

Zwei Seiten
derselben Arbeit.

Das Musizieren hält Ideen mit der musikalischen Wirklichkeit verbunden. Der Unterricht schafft den Raum, sie genauer zu betrachten. Für Winker gehört beides seit jeher zusammen.

Ein Instrument zu studieren bedeutet, weit mehr als Technik zu entwickeln. Der Unterricht verbindet Klang, Repertoire, Orchesterspiel, Rohrbau und Aufführungspraxis — mit dem Ziel, ein selbstständiger Musiker zu werden.

Offizielle Informationen zu Studiengängen, Bewerbungen und Aufnahmeprüfungen finden Sie bei der Hochschule für Musik Würzburg.

Moritz Winker im Konzertfrack hinter der Bühne

PRESSE & MEDIEN

Biografie für
Programme
und Presse.

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Natürliches Spiel · Atmung · Klang · Technik · Rohre

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